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Der Erfinder des Skike ist der Österreicher Otto Eder. Schon als kleiner
Junge hatte er immer ausgefallene Ideen für Seifenkisten und sonstige
Fahrzeuge, sein Wunschberuf war Mechaniker zu werden.
Nach
der Schule erfüllte er sich diesen Kindertraum und legte hiermit den
Grundstein für sein späteres Werk (Bau von Werkzeugen, Hilfsmitteln,
Maschinen).
Nach dem Bundesheer erfüllte er sich den zweiten
Kindertraum, und zwar LKW-fahren. Nach seiner Hochzeit und in den
folgenden Jahren betrieb er eine Töpferei. Anfangs schien alles nicht
ganz einfach, doch dann entwickelte er sich schnellm
zu einem sehr gefragten Unternehmen mit innovativen Lösungen, speziell im
Bereich von Beleuchtungen und Keramikhandläufen für gemauerte Stiegengeländer.
"Produktentwicklung Eder" heißt Eder´s neuestes Standbein, hier werden am
laufenden Band an neuen und innovativen Projekten gearbeitet.
Entstehungsgeschichte - ein langer, aber erfolgreicher
Weg
Da Otto Eder sich gerne sportlich betätigte und schon
längere Zeit mit einer Fortbewegungsart ähnlich dem Inlineskaten liebäugelte,
ihm jedoch die bislang im Handel erhältlichen Skatinggeräte für ein selektives
Gelände wie im Mühlviertel zu unpassend und gefährlich erschienen, fingen bei
ihm die Gedanken an zu laufen. Den eigentlichen Geistesblitz für das Skike hatte
Otto Eder dann beim Verwandtschaftstreffen am Ostermontag 1997 in
Sarleinsbach.
Die Grundidee: Zuerst einmal größere und luftgefüllte
Räder, also ein Skatinggerät mit großen, geländegängigen Rädern. Das Sportgerät
“Megarun“ war geboren. Von da an war es noch ein weiter Weg bis zum
Skike.
Als nächstes Detail erschien Otto Eder die Bremse wichtig, diese
nahm er vom Fahrrad. Der Betätigungsgriff dafür kam auf den Skistock. Zum
Bremsen ging´s, aber Vorsicht – saltogefährlich, und die Bremsenergie überhitzte
die für Felgenbremsen verhältnismäßig kleinen Felgen zu sehr; eine andere
Lösung musste her. Otto Eder wusste nun, dass die Bremsenergie nach Außen
abgeführt werden muss, und die Betätigung per Handhebel auch nicht
funktionierte. Nach diesen ersten Erfahrungen wurde eine Bremse kreiert, die
fast keine Wünsche mehr offen ließ.
Durch das Bremsen mit Metall auf den
Gummi des Reifens konnte jetzt die Bremsenergie über zuerst noch aus Eisen
bestehende dachförmige Edelmetallbremsbacken in die Alukonstruktion abgeleitet
werden, diese kühlt wiederum permanent nach. Betätigt wurde die Bremse auf
beiden Seiten zugleich, ganz einfach durch Zurückdrücken des Unterschenkels. Das
Halten der Balance des Körpers ist beim Bremsen mit einem ABS-System gegen
Blockieren der Bremsen vergleichbar. Das funktionierte einfach, problemlos und
exakt.
Mit so einer tollen Ausrüstung, dachte sich Otto Eder, muss man
natürlich den Großglockner bezwingen. Gedacht getan – so begab er sich gemeinsam
mit seinem Bruder Franz (fahrradfahrend) auf den Weg. Mit Pulsmesser und Geduld
war der Aufstieg kein Problem. Aber die erste Abfahrt auf so einer Bergstraße,
die verlangt von einem Bremssystem alles ab. So war es gut, dass sich Otto Eder
oben die Trinkflaschen noch mit Wasser gefüllt hatte, denn schon nach der
zweiten Serpentine fingen die Bremsbacken, eben noch aus Eisen, fast zu glühen
an. Schnell schnappte er seine Trinkflasche, und kühlte damit die glühendheißen
Bremsbacken, dass es nur so zischte. Nach diesem Erlebnis war ein Bremsmaterial
gefragt, welches den Reifen nicht aufreibt, und die Bremsenergie schneller
ableitet. Die Lösung fand Otto Eder dann in der
Messing-Alu-Kombination.
Was macht man mit einer guten Idee? Die sollte
eigentlich geschützt und vermarktet werden.
Gesagt, und nicht so leicht
getan. Patentanmeldungen sind aufwendig, zeitintensiv und teuer. Nach langem hin
und her konnten schlussendlich Patente erwirkt werden. Bis zur Vermarktung war´s
immer noch ein langer Weg. So folgten noch vier verschiedene Prototypen mit den
tollsten Namen wie “Mountainskate, M-Wheels (M für Mega, Multi, More usw.)
Skatebike und schlussendlich SKIKE“. Skike setzt sich zusammen aus “Skate“ und
“Bike“, und ist inzwischen als Markenname geschützt.
Die Anforderungen an
das neue Ausdauersportgerät waren dann immer noch zu hoch. Kinder wollten damit
laufen, und Schuhgrößen über 45 waren keine Seltenheit. Der nächste Weg führte
Otto Eder in ein großes Schuhgeschäft, bewaffnet mit Maßband, Schreiber und
Papier; diese Daten berücksichtigte er bei der Skike-Konstruktion. So
kommt Ihm jetzt bei Tests auf Messen oder sonstigen Veranstaltung kaum ein
Interessent unter, den er mit seinen Straßenschuhen nicht in das Skike schnallen
könnte.
2001 und 2002 wurden eine Kleinserie von jeweils 25 Paar Skike
produziert. Die Räder waren noch größer, der Rahmen, Design sowie einige
technische Details und schließlich der Preis entsprachen noch nicht den
Vorstellungen des Erfinders aber auch der Käufer. Abgesehen von einigen wenigen
verkauften Geräten wurde der Großteil dieser Geräte für Testzwecke
verwendet.
Die technische Ausgereiftheit und Funktionalität nahmen
ständig zu. Eigene Lauferfahrungen, Kritiken und Tipps aus dem Umfeld sowie die
stete Bereitschaft, Verbesserungen durchzuführen, ermöglichten eine Entwicklung
des Skike bis zur jetzigen Serienreife.
Kontakte mit führenden
Langläufern (u. a. Vorstellung des Skike beim ehemaligen Langlaufdirektor Walter
Mayr und seinem Team) bestätigten die hohe Funktionalität
Aber, was bzw.
wem nützt das beste Sportgerät, wenn es nicht bekannt ist? Hier leisteten
diverse Medienberichte ihren Anteil. Laufend interessierten sich Reporter für
das Skike und brachten im In- und Ausland zahlreiche Beiträge im Fernsehen, in
Zeitungen und Magazinen. Natürlich fiel Otto Eder auf, wenn er mit seinem Skike
aufkreuzte, sei es auf Radwegen, in Städten, bei Events oder auf holprigen
Wanderwegen. Nicht zuletzt durch diverse Messebeteiligungen stieg der
Bekanntheitsgrad und es wurden wertvolle Kontakte für die Vermarktung
geknüpft.
Anfang 2003 wurde eine Kleinserie von 100 Paar Skike in
Eigenregie produziert. Die Firmen Steinhuber (Wels) und Hinterleitner (Rosenau)
führten Zuschneide-, Biege- und Beschichtungsarbeiten durch. Ein Monat lang
wurde Eder´s Töpferei in eine “Skikefabrik“ umfunktioniert. Bänder und
Kletter mussten zugeschnitten, genäht und alle Einzelteile zusammengebaut
werden. Zu diesen Zwecken baute sich Otto Eder einige Hilfsmaschinen und auch
eine gebrauchte Industrienähmaschine hielt Einzug in seiner Töpferei. Bis zur
versandfertigen Verpackung war es also eine sehr arbeitsintensive Zeit, an der
sich die ganze Familie eifrig beteiligte. Innerhalb von nicht einmal 2 Monaten
wurde diese Serie, großteils übers Internet, verkauft, und das Echo der Kunden
war überwältigend.
Inzwischen hat sich ein Lizenznehmer gefunden, der
eine professionelle Markteinführung aufbaut.
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